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EBS Studierende in das WiWi Talents Hochbegabtenprogramm gewählt
In der 40. Runde des WiWi-Talents Hochbegabtenprogramms haben es mit Miriam Katlapinski und Elias Bichara gleich zwei EBS Master-Studierende des Studiengangs Marketing unter die talentiertesten Studierenden geschafft.
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EBS: Ihr wurdet kürzlich als eine der WiWi-Talente des Jahres 2025 ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch! Was bedeutet Euch diese Ehrung persönlich und wie hat das Studium an der EBS Euren akademischen und beruflichen Werdegang beeinflusst?
Miriam Katlapinski: Diese Ehrung bedeutet mir sehr viel, da sie die harte Arbeit und das Engagement, das ich in mein Studium und meine Projekte gesteckt habe, anerkennt. Das Studium an der EBS hat mir nicht nur fundierte fachliche Kenntnisse vermittelt, sondern auch meine persönlichen und beruflichen Fähigkeiten gestärkt. Die praxisnahen Lehrmethoden, insbesondere die Projekte in Zusammenarbeit mit bekannten Unternehmen haben meine Pläne für meine berufliche Zukunft konkretisiert.
Elias Bichara: Diese Auszeichnung zu erhalten ist eine unglaubliche Ehre und sehr motivierend. Im Gegensatz zu Noten ist sie eine sehr greifbare Anerkennung unserer Bemühungen, und ich bin sehr stolz auf das, was Miriam und ich in den letzten anderthalb Jahren erreicht haben.
Abgesehen von den fantastischen Inhalten des Masterstudiengangs, hat mich die EBS meiner Meinung nach in zweierlei Hinsicht beeinflusst und unterstützt. Erstens fördert die Universität einen ausgeprägten Wettbewerbs- und Kooperationsgeist, den man schnell spürt und der sich sehr positiv auswirken kann. Das hat es mir leichter gemacht, mich selbst anzustrengen, weil viele Menschen in meinem Umfeld an der EBS dies als selbstverständlich betrachten. Ich finde ein solches Umfeld sehr motivierend. Und zweitens hat die EBS einen wohldurchdachten Ansatz bei der Karriereentwicklung, sei es durch Coaching für die persönliche Entwicklung, Workshops für Gehaltsverhandlungen oder Projekte mit und für Recruiting-Unternehmen.
EBS: Welche Projekte und Initiativen sowie Professoren und Mentoren während des Studiums an der EBS haben Euch besonders geprägt und inspiriert?
Elias Bichara: Ich habe das Gefühl, dass Miriam und ich die gleichen Projekte benennen werden. Für mich waren die Highlights die Marketing Consulting Field Study und Strategic Offering Management. Mir hat es sehr gefallen, dass wir mit Unternehmen wie L'Oréal, BMW, Accenture, usw. an ihren aktuellen und realen Herausforderungen arbeiten konnten - das war eine unglaublich wertvolle Erfahrung.
Was die Professoren betrifft, so hatte ich keinen einzigen Professor an der EBS, der nicht hervorragend war, allerdings möchte ich zwei hier erwähnen. Prof. Mattmüller lieferte die von mir bereits erwähnten Fallstudien, bei denen ich persönlich viel gelernt habe. Und Prof. Henkel hat mich mit seinen außergewöhnlich starken rhetorischen Fähigkeiten sehr beeindruckt - wenn ich eines Tages nur halb so gut kommunizieren kann wie er, bin ich auf dem richtigen Weg. Momentan steht mir Isabel Herbold als Mentorin zur Seite. Als EBS-Absolventin und Coach hat sie mich bei meinen Bewerbungen unterstützt. Ihre Erfahrungen und Einblicke in die Industrie sind sehr hilfreich gewesen - ein weiteres großartiges Beispiel für den Karriereansatz der EBS.
Miriam Katlapinski: Während meines Studiums an der EBS haben mich insbesondere die Projekte in Zusammenarbeit mit BMW und Accenture im Rahmen des „Marketing Consulting Field Trip“ Kurses geprägt und inspiriert. Diese Projekte boten spannende Einblicke in die Zukunft der internationalen Wirtschaft und hatten einen anspruchsvollen Projektzeitraum und Umfang. Wenngleich herausfordernd, so doch auch wertvoll war die Erfahrung, in Teamarbeit zwei so komplexe Themen gleichzeitig zu behandeln. Dadurch konnte ich meine Fähigkeiten im Projektmanagement und in der Teamarbeit perfektionieren.
EBS: Wie habt Ihr von den Netzwerkmöglichkeiten und Verbindungen, die Ihr an der EBS geknüpft habt, profitiert und welche Fähigkeiten und Kenntnisse, die Ihr an der EBS erworben habt, sind für Eure zukünftige Karriere am wertvollsten?
Miriam Katlapinski: Durch die enge Zusammenarbeit mit Kommilitonen, Professoren und Branchenexperten konnte ich ein starkes berufliches Netzwerk aufbauen, das mir bei der Praktikumssuche immer wieder Türen geöffnet hat. Besonders wertvoll waren die Kontakte zu Unternehmen aus Praxisprojekten, die mir wertvolle Einblicke in die Praxis und potenzielle Karrierewege ermöglichten.
Während meines Studiums konnte ich vor allem meine Präsentations- und Kommunikationsfähigkeiten verbessern, da die Kurse im Marketing viele Präsentationen und Diskussionen beinhalten. Zudem konnte ich durch die vielen herausfordernden Projekte meine Fähigkeiten im Projektmanagement ausbauen. Durch die verschiedenen Gruppenarbeiten mit internationalen Kommilitonen habe ich meine sozialen Kompetenzen auch in einem internationalen Kontext unter Beweis stellen können. Das Studium in englischer Sprache und der tägliche Austausch mit den internationalen Kommilitonen hat meine Sprachkenntnisse auf ein verhandlungssicheres Niveau gebracht.
Elias Bichara: Das EBS-Netzwerk ist natürlich etwas ganz Besonderes und in der deutschen Wirtschaft unglaublich angesehen. Was mir bei den Begegnungen mit Alumni besonders auffiel, ist die direkte Verbundenheit, die das Studium an der EBS in diesen Unterhaltungen einbringt. Ich nehme an, es liege daran, dass sich sowohl Studenten als auch Alumni stark mit dem Erlebnis "EBS" identifizieren. Ich glaube jedoch, dass der Wert meines EBS-Netzwerks in 15-20 Jahren seinen Höhepunkt erreichen wird, wenn meine Freunde sich beruflich etabliert haben.
Was die Fähigkeiten angeht, so sticht der strukturierte Ansatz zur Problemlösung hervor, den wir im Marketing Strategy gelernt haben. Einen signifikanten Teil unserer Arbeit verbrachten wir damit, das Problem genau zu definieren und zusammenzufassen, bevor wir über die möglichen Lösungen nachdachten. Auf diese Weise wurde der Weg zur Lösung des Problems oft unglaublich klar, noch bevor wir mögliche Antworten diskutierten. Später erfuhr ich, dass dieser Ansatz der Problemlösung in der Physik sehr ähnlich ist, wo eine tiefe, systematische Analyse des Problems oft zu offensichtlichen Lösungen führt.
EBS: Wie stellt Ihr Euch Euren beruflichen Weg nach dem Abschluss vor und was sind Eure langfristigen beruflichen und persönlichen Ziele?
Miriam Katlapinski: Nach meinem Abschluss plane ich, in der Automobilbranche zu arbeiten. In den nächsten ein bis drei Jahren möchte ich Verantwortung in Projekten übernehmen, die sich auf Marketing- und Sales-Strategien konzentrieren. Mein längerfristiges Ziel ist die Übernahme von Personalverantwortung, da ich mich bisher in der Rolle als Teamleader bei meinen Kommilitonen immer sehr wohl gefühlt habe und auch in diesem Bereich meine Führungsfähigkeiten ausbauen möchte.
Elias Bichara: Im September möchte ich mich dem strategischen Marketing in der Luxusbranche anschließen, einem Bereich, der mich aufgrund seiner einzigartigen Mischung aus Kreativität, Tradition und strategischer Entscheidungsfindung fasziniert. Ob Produktentwicklung, Markenstrategie, Einzelhandel oder ein anderer spannender Bereich - ich freue mich darauf, in einer Branche wie Uhren, edler Wein, Mode oder sogar Automobil zu arbeiten. Während ich mir sicher bin, das mein langfristiges Ziel klarer wird, sobald ich die richtige Position und das richtige Unternehmen gefunden habe, kann ich mir schon jetzt vorstellen, in Zukunft eine Führungsposition anzustreben. Unabhängig davon, wo mich meine Karriere hinführt, freue ich mich schon jetzt drauf, eines Tages zur EBS zurückzukehren, um Talente zu rekrutieren!
EBS: Gibt es einen besonderen Moment oder eine besondere Erfahrung während Eurer Zeit an der EBS, die Ihr nie vergessen werdet?
Elias Bichara: Das Studentenleben an der EBS ist einzigartig, weil es eine abgeschiedene und enge Gemeinde ist. Wenn man an der EBS studiert, erhält man oft eine Nachricht nach dem Motto “Am Kran in 10?" oder eine scheinbar zufällig gewählte Stelle in den Weinbergen, und erlebt dann überraschend große EBS-Treffen. Die Spontanität und Stimmung dieser Veranstaltungen ist einzigartig für die EBS und etwas, das ich schon jetzt vermisse. Oestrich-Winkel mag zwar mitten im Nirgendwo liegen und die EBS eine anspruchsvolle Bildungsstätte sein, aber wir finden die Zeit, um Spaß zu haben.
Miriam Katlapinski: Am schönsten waren die Momente, in denen aus Kommilitonen Freunde wurden; beispielsweise bei nächtlichen Study Sessions haben wir uns von einer bisher noch nicht bekannten, sehr persönlichen Seite kennengelernt. So sind jetzt mehrere Freundschaften fürs Leben entstanden.
EBS: Welche Eigenschaften machen für Euch eine erfolgreiche Führungspersönlichkeit aus und wie hat die EBS Euch geholfen, diese zu entwickeln?
Miriam Katlapinski: Eine erfolgreiche Führungspersönlichkeit zeichnet sich durch Empathie, Entscheidungsfreude und die Fähigkeit aus, ein Team zu motivieren und zu inspirieren. Die EBS hat mir durch die vielen praxisorientierten Gruppenarbeiten die Möglichkeit geboten, auf natürliche Weise das jeweilige Arbeitsteam zu führen, ohne direkt als Teamlead nominiert worden zu sein. Die Führungsrolle habe ich ohne direkte Absprache eingenommen, indem ich die Kommilitonen angespornt habe, dass wir als Team das jeweils beste Ergebnis erzielen.
Elias Bichara: Die EBS hat uns nicht explizit beigebracht, wie man führt, sondern uns die einzelnen Bausteine vermittelt und uns die Möglichkeit gegeben, durch praktisches Tun zu lernen. In der Marketing Consulting Field Study, zum Beispiel, mussten wir strategisch denken und echte Entscheidungen treffen, während ein ganzer Tag dem Aufbau und der Durchführung von Präsentationen gewidmet war - allesamt wichtige Führungsfähigkeiten, auch wenn sie nicht Teil eines speziellen Führungsseminars waren.
Was meinen persönlichen Führungsstil angeht, so glaube ich, dass er sich mit zunehmender Erfahrung weiter entwickeln wird, zumal sich die Führung in einem universitären Umfeld stark von der Führung in einem Unternehmen unterscheidet. Ich erinnere mich, dass Nasar-um Minullah Virk, ein leitender Dozent an der EBS, einmal in einem Beratungsgespräch sagte, dass wir uns vielleicht schon in einer der schwierigsten Führungssituationen unserer Laufbahn befinden - wir müssen lernen zu führen, ohne eine formale Autorität zu haben. Das ist mir im Gedächtnis geblieben.
EBS: Was macht Ihr in Eurer Freizeit, um einen Ausgleich zum Studium zu finden?
Miriam Katlapinski: Um einen Ausgleich zum Studium zu finden, setzte ich mir Pausen innerhalb der Woche, um neue Energie und Motivation zu bekommen. Dann treffe ich mich mit Freunden, um über andere Themen als Uni zusprechen. Zudem zeichne ich gerne, da es mir hilft abzuschalten und an etwas anderes zu denken.
Elias Bichara: Während meiner Zeit in Oestrich-Winkel bin ich regelmäßig am Rhein entlang gejoggt. Die natürlich flachen Ufer waren eine großartige Strecke und ich habe immer versucht, die Boote, die gegen den Strom fuhren, zu überholen. Gelegentlich spielten wir auch Hallenfußball, Golf, Spikeball oder Go-Kart-Rennen - diese Dinge sind an der EBS immer ein wenig wettbewerbsorientiert. Das Gesellschaftsleben war mir genauso wichtig. Aber an der EBS muss man das fast nicht einplanen - man kann nicht über den Campus laufen, ohne Freunde zu treffen.
EBS: Welchen Rat würdet Ihr aktuellen EBS-Studierenden für ihre Zukunft mit auf den Weg geben?
Miriam Katlapinski: Mein wichtigster Rat an aktuelle EBS-Studierende ist, die vielfältigen Möglichkeiten, die die EBS bietet, voll auszuschöpfen. Nutzt die Gelegenheit, an Projekten und Initiativen teilzunehmen, die euch interessieren und herausfordern. Sucht den Austausch mit den Kommilitonen aus anderen Ländern und Kulturen zu Studienthemen, aber auch in der Freizeit. Diese Erfahrungen sind unbezahlbar und bereiten euch hervorragend auf die berufliche Praxis vor.
Elias Bichara: Während sich das Feedback oft auf das konzentriert, was man verbessern kann - und wir neigen natürlich dazu, uns damit zu befassen - werden Sie letztendlich erfolgreich sein, indem Sie Ihre Stärken nutzen und nicht jede Schwäche kompensieren. Natürlich sollten Sie die Bereiche, in denen Sie sich verbessern können, ernst nehmen, aber verlieren Sie nicht aus den Augen, was Sie bereits außergewöhnlich gut können - die einzigartigen Fähigkeiten, Perspektiven und Leidenschaften, die Sie antreiben. Indem Sie sich auf Ihre natürlichen Talente stützen, heben Sie sich von anderen ab und finden echte Erfüllung in Ihrer Arbeit. Wenn Sie diese Talente bei der EBS und darüber hinaus erkennen und ausbauen, werden Sie einen Weg einschlagen, der sich sowohl authentisch als auch lohnend anfühlt.
EBS: Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg auf dem weiteren akademischen und beruflichen Weg!
Weitere Informationen zum Master in Marketing an der EBS finden Sie hier